Das Wichtigste zur Geschichte Oberndorfs

Kleine „Ortschronik“ von Oberndorf, Ortsteil von Jossgrund

  • 1167

    Erste datierte Erwähnung einer Kirche im Jossgrund. Gemeint war sehr wahrscheinlich die Martinskirche im späteren Oberndorf als Urpfarrei aller Jossgrundortschaften.

  • 1404

    Erste Erwähnung des Ortes in einem „Mannbuch“ der Herren (später Grafen) von Hanau.

  • 1444

    Ersterwähnung von St. Martin als Pfarrei.

  • 1501

    Oberndorf kommt ganz an die Grafen von Hanau.

  • 1540

    Das Erzstift Mainz erwirbt Oberndorf und seine Nachbarorte.

  • 1648

    Ende Dreißigjähriger Krieg und Pest. Die Bevölkerung ist bis auf wenige Haushalte ausgestorben oder geflohen; es folgen Neuansiedlungen.

  • 1659

    Neuaufbau von Kirche und Pfarrei mit Neuanlage der Kirchenbücher sowie Neubau eines Pfarrhauses 1685 (abgerissen 1971)

  • 1803

    Aufteilung des Kurstaates Mainz: Oberndorf ist Bestandteil des „Fürstentums Aschaffenburg“ und wird mit diesem Teil des Großherzogtums Frankfurt (1810-1813)

  • 1812

    Großherzog Karl Th. von Dalberg erteilt Joseph Reitz am 9. Oktober das Recht zur Beherbergung von Gästen und zur Anbringung eines Schildes („Grüner Baum“)

  • 1814

    Oberndorf kommt an Bayern, Oberamt Orb (Neuordnung nach dem Sturz Napoleons), Armut und Auswanderung

  • 1867

    Oberndorf und seine Nachbarorte werden preußisch (da Bayern an der Seite Österreichs den Krieg gegen Preußen verloren hatte)

  • 1891

    Beginn der Erweiterung der Martinskirche (Chor 1892, Turm 1904, Langhaus 1953)

  • 1893

    Landwirt H. Schubert zu Oberndorf erhält am 1. Juli die polizeiliche Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft („Grüner Strauss“)

  • 1909

    Neubau der Schule

  • 1911

    Vereinsgründungen: Sängerlust Oberdorf 1911, Katholische Frauengemeinschaft 1917, VfB Oberndorf 1921, Freiwillige Feuerwehr Oberdorf 1928)

  • 1912

    Erstes elektrisches Licht; der Ort hat 693 Einwohner

  • 1938

    Neues Schulgebäude an der Sandkaute, die alte Schule wird teilweise Rathaus

  • 1945

    berndorf gehört nach Auflösung des Staates Preußen zum neuen Land Groß-Hessen

  • 1956

    Weihe des neugestalteten Kriegerdenkmals (sehr viele Gefallene und Vermisste: Erster Weltkrieg 24, Zweiter Weltkrieg 83)

  • 1964

    Neue Vereine: Musikverein Oberdorf 1964, Narrenclub Oberndorf 1967)

  • 1969

    Schulneubau für den gesamten Jossgrund: Jossatal-Schule. (Die alte Schule wird ganz Rathaus). Förderverein Jossatalkids (gegründet 2002)

  • 1971

    Zusammenschluss von Oberdorf mit Burgjoss und Pfaffenhausen zu „Jossatal“

  • 1974

    Zusammenschluss von Jossatal mit Lettgenbrunn zur Gemeinde Jossgrund

  • 1988

    Abriss des alten Rathauses/Schule

  • 1991

    Einweihung des neuen Rat- und Bürgerhauses an etwa gleicher Stelle

  • 2004

    Einrichtung einer Kleinkunstbühne durch die Theatergruppe „Inkognito“ (gegr. 1990) in der gemeindeeigenen „Fabrik“

  • 2011

    Gründung einer „Ideenschmiede“ zur Erarbeitung eines „Dorfentwicklungskonzepts“

 Literatur

  • Klaus Weismantel/Monika Fingerhut: 600 Jahre Oberndorf, in: Spessart. Monatszeitschrift für die Kulturlandschaft Spessart, 98 (2004), Heft 8, S. 3-28
  • Klaus Weismantel/Monika Fingerhut u. a.: 550 Jahre Oberndorf. Dokumente, Geschichten, Traditionen, Oberndorf 1994
  • Johann Rützel, Chroniklesebuch Jossgrund, Jossgrund 1989
Ansichtskarte Oberndorf 1900
Ansichtskarte Oberndorf 1910
Ansichtskarte Oberndorf 1920

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